Willkommen beim Freien Theater Waldkirch e.V.

zuhause im Theater am Kastelberg / Bergstraße 8 (Eingang von der Kastelbergstraße) / 79183 Waldkirch-Kollnau

info@freies-theater-waldkirch.de

 


Unsere neue Produktion in diesem Frühjahr:

 

 

Premiere: Freitag, 15.03.2019, 20:00 Uhr

Samstag, 16.03.2019, 20:00 Uhr

Freitag, 22.03.2019, 20:00 Uhr

Samstag, 23.03.2019, 20:00 Uhr

Samstag, 30.03.2019, 20:00 Uhr

Sonntag, 31.03.2019, 18:00 Uhr

Samstag, 06.04.2019, 20:00 Uhr

Sonntag, 07.04.2019, 18:00 Uhr

Freitag, 12.04.2019, 20:00 Uhr

Derniere: Samstag, 13.04.2019, 20:00 Uhr

 

Karten: 15,- €, erm. 13.- €

Vorverkauf: Buchhandlung Augustiniok, Waldkirch

Reservierung: Tel. 07684 / 90 80 41 oder über info@freies-theater-waldkirch.de

 

 

Die Unterrichtsstunde

 

Der Einakter wurde 1951 in Paris uraufgeführt. Ionesco bezeichnete das Stück im Untertitel als drame comique (komisches Drama).

 

Ein Professor empfängt seine neue Studentin, eine einfältige Abiturientin, in seinem Arbeitszimmer. Nach einigen einleitenden Fragen zur Landeskunde prüft er sie im Laufe der folgenden fünfundvierzig Minuten zuerst in Rechenkunst und weiht sie in die „Geheimnisse“ derselben ein. Dann konfrontiert er sie mit abstruser Philologie und zwingt sie zu völlig unsinnigen Übersetzungsübungen. Während der Professor zu Beginn harmlos und unsicher erscheint, gewinnt er nach und nach immer mehr an Autorität; er wird nervös, aggressiv, befehlshaberisch, bis er schließlich mit seiner Schülerin wie auf einem Instrument spielt.

 

Das anfangs optimistische Mädchen wird immer konfuser und - abgesehen von kurzen, seltener werdenden Aufmüpfigkeiten - immer kleinlauter. Sie klagt über zusehends stärker werdende Zahnschmerzen und wird schließlich so apathisch, dass sie sich dem herrischen Diktat ihres Lehrmeisters bedingungslos hingibt.

 

Die Unterrichtsstunde endet tragisch: Der Professor tötet seine Schülerin. Und sie war anscheinend nicht sein erstes Opfer...

 

Die ungeachtet einer unerbittlichen Konsequenz mit derber Komik durchsetzte Farce lässt sich auf mehreren Ebenen interpretieren: als Sieg des Absurden über die Erkenntnis, oder als Satire auf abstraktes Pseudowissen und Bildungsgeschwätz. Doch auch politisch bietet sich Interpretationsspielraum: die Sprache dient als Herrschafts- und Unterdrückungsinstrument, der Professor befindet sich in einem sadistischen Autoritätsrausch. Literarisch lässt sich das Stück als Parodie auf das realistische Problem- und Argumentationstheater lesen.

 

 

Darsteller

Professor: Sebastian Weber

Seine Schülerin: Clarissa Kreutz

Dienstmädchen: Katarina Petrovic

 

 

Der neue Mieter

 

Auch dieses absurde Drama Ionescos ist ein Einakter, es wurde 1953 in Paris uraufgeführt.

 

In einer leer stehenden Wohnung wartet die Concierge auf den neuen Mieter. Sie führt dauernd Selbstgespräche, in denen sie sich auch von der Ankunft des Erwarteten nicht stören lässt. Ein Gespräch zwischen beiden ist eigentlich nicht möglich, da die Concierge ihn ununterbrochen falsch versteht und immer aggressiver wird, weil sie sich ungerecht behandelt fühlt. Der Mieter versucht, sie zu beruhigen. Gleichzeitig werden Möbel hereingebracht, die ständig leichter zu werden scheinen. Schließlich ist das Zimmer voll gestopft mit Möbeln, an den Seiten liegen Schränke, sogar das Fenster ist verdeckt. Es stellt sich heraus, dass keineswegs alle Möbel des Mieters in das Zimmer passen; sie stehen im Treppenhaus, auf der Straße, in der ganzen Stadt...

 

Das Stück zeigt in erster Linie, wie Gegenstände in Bewegung geraten, den Menschen überwältigen, ihn in einem Meer amorpher Materie ersticken lassen. Eine einzige poetische Metapher wird vor unseren Augen konkret; zunächst mit einem gewissen Überraschungseffekt, später mit unentrinnbarer Folgerichtigkeit. Hier werden die Möglichkeiten des ,reinen' Theaters aufgezeigt: Die Begriffe ,Charakter', ,Konflikt', ,Handlung' sind aufgegeben worden, und doch hat dieses Drama eine zunehmende innere Spannung und dichterische Kraft. Ist dieses leere Zimmer, das sich zuerst langsam, später immer schneller mit Möbeln füllt, ein Symbol für das Leben des Menschen, das zunächst leer ist, allmählich aber mit neuen, sich immer wiederholenden Erfahrungen und Erinnerungen voll gepfropft wird? Oder ist es ein Gleichnis dafür, dass der Mensch seine realen Bedürfnisse in raffgierigem Konsum erstickt?

 

 

Darsteller

Der Mieter: David Nolte

Die Concierge: Katarina Petrovic

Erste Möbelträgerin: Sonja Welter

Zweite Möbelträgerin: Clarissa Kreutz

 

Das Bühnenbild entstand z.T. als Integrationsprojekt unter Leitung von Heike Drexler, unterstützt von der Stadt Waldkirch.

 

 

Regie: Ulrike Trescher

Regieassistenz: Chris Müller

Bühnenbild: Susanne Burger

Technik: Berndt Reiss

Organisation: Margarete Ossola

Satz und Layout: Karin Bohe-Kemper

Konzeption: Peter Müller

 

 

Über den Autor

 

Eugène Ionesco (1909–1994) war ein französischer Dramatiker, Schriftsteller und Erzähler. Er gilt als ein führender Vertreter des absurden Theaters.

 

In Rumänien geboren, wanderte er während des zweiten Weltkriegs nach Frankreich aus. 1950 begann seine Laufbahn mit dem Stück »Die kahle Sängerin«. Im Herbst 1957 erschien die Erzählung »Die Nashörner«. Weitere Stücke waren: »Die Unterrichtsstunde«, »Der neue Mieter« und »J. oder die Unterwerfung«. Hinzu kamen verschiedene Erzählungen.

 

In den achtziger und neunziger Jahren verfiel Ionesco zunehmend in schwere Depressionen und begann als Therapie dagegen mit der Malerei. Eugène Ionesco starb im Alter von 84 Jahren in Paris.

 

 

Das absurde Theater

 

Dieser Begriff bildete sich in den 1950er Jahren heraus. Er beschreibt eine vorwiegend in Frankreich aufkommende Art von Dramen mit grotesk-komischen sowie irrealen Szenen. Seine bedeutendsten Vertreter waren Samuel Beckett und Eugène Ionesco.

 

Klassische Strukturen werden im absurden Theater verworfen: die Einheit von Zeit, Handlung und Ort löst sich auf. An ihre Stelle treten unlogische Szenarien und eine übersteigerte Darstellung alles Banalen. Scharf wendete sich das absurde Theater gegen jede Form von Didaktik, wie sie z.B. für Lessing oder Brecht charakteristisch war.

 

Handelt es sich bei dem absurden Theater nun um „absurde Darstellungen“ oder um die „Darstellung des Absurden“, d.h. der Absurdität der Welt? Die meisten Anhänger des absurden Theaters neigen der zweitgenannten Annahme zu, nach der das absurde Theater als Ausdruck einer Weltsicht des Absurden begriffen werden könne. Viele Zuschauer sympathisieren jedoch mit der erstgenannten Annahme, da sie sich weigern, sich selbst und ihr Leben für absurd zu halten. Doch auch sie können die Stilmittel dieser Theaterform wertschätzen und sich von der Absurdität des Geschehens auf der Bühne überraschen, erfreuen und nachdenklich stimmen lassen.


 

Im Theater am Kastelberg, unserer neuen Spielstätte seit 2017, gibt es nun auch Gastspiele:

Theater, Musik, Tanz - für jeden Geschmack etwas.

 

Auf der Seite http://theater-am-kastelberg.de/ finden Sie für alle Veranstaltungen die Termine und Informationen zu Eintrittspreisen und Kartenvorverkauf. Gleich mal nachschauen!

 

Bilder: Detlef Bohe


++ WANTED ++


STUHLPATENSCHAFT

 

Um in unseren neuen Räumen Theater- und Kulturerlebnisse präsentieren zu können, bedurfte es etlicher baulicher Maßnahmen, von denen die meisten inzwischen abgeschlossen sind.

Darüberhinaus wollen wir unserer neuen Wirkungsstätte mit weiterer räumlicher Ausstattung den nötigen Schliff verleihen.

Um das alles finanziell stemmen zu können, haben wir unter anderem die Stuhlpatenschaft ins Leben gerufen.

 

Für EUR 75,00 übernehmen Sie die Patenschaft einer unserer Theaterstühle. Dieser wird, auf Wunsch, mit Ihrem Namen auf einem Messingschild versehen.

 

Wir freuen uns auf eine Überweisung auf folgendes Konto:

 

Freies Theater Waldkirch e.V.

Sparkasse Freiburg - Nördlicher Breisgau

IBAN: DE18 6805 0101 0013 3561 36 - BIC: FRSPDE66XXX

 

Bei einem Namenswunsch senden Sie uns bitte eine Email an:

info@freies-theater-waldkirch.de


 Darüber hinaus freuen wir uns sehr über:

 

- weitere theaterbegeisterte Mitspieler

- weitere "helfende Hände" im Hintergrund (u.a. Kostüme, Maskenbildner, Handwerker etc.)

- weitere technikbegeisterte Helfer & Mitglieder (Licht, Ton, Auf-& Abbau)

- weitere Unterstützer und starke Freunde unseres Förderkreises

 

++ LAST BUT NOT LEAST ++

Wir suchen weitere Untermieter, die sich für unsere Räumlichkeiten als Probe- sowie Aufführungstätte interessieren.

 

Bei Interesse schreiben Sie uns gerne eine Email (info@freies-theater-waldkirch.de).

 

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Kontakt

Freies Theater Waldkirch e.V.

Merklinstr. 18

79183 Waldkirch

 

E-Mail: info@freies-theater-waldkirch.de